Basisinfo: Gewürzmischungen selbst machen - Richtig Gut Würzen

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Basisinfo: Gewürzmischungen selbst machen

Gewürz- Mischungen A-Z
Gewürzmischungen selbst machen ist nicht besonders schwer, wenn man sich an ein paar einfache Regeln hält:

Regel1: Gewürzmischungen werden immer in Volumenverhältnissen hergestellt.
Das bedeutet, dass Du etwas brauchst, mit dem Du die Gewürze nach ihrem Volumen abmessen kannst. Einfachstes Beispiel: ein Esslöffel.
Warum ist das so? Weil die Hausfrauen früher keine Zuwiegwaagen hatten! Ein EL schwarzer Pfeffer wiegt ungefähr 10g und ein Esslöffel gemahlener Ingwer etwa 4g.
Darum ist dieser Aspekt so bedeutsam.
Nachteil beim Esslöffel: 0,5 Maßeinheiten Esslöffel ist schwer abzumessen. Aber grundsätzlich schon nicht schlecht. Etwas besser: Kaffeelot und Teelot, weil Du es sauber abstreifen kannst und auch ein halbes Lot ist einfach und sicher abzumessen.

Regel 2: Gute Gewürzmischungen verbinden Gewürze und Kräuter mit vergleichbaren Aromen (zB: Frankfurter Grüne Soße) oder sie verbinden Gewürze mit komplementären Eigenschaften (zB Curry)

Gewürze und Kräuter sich hinsichtlich ihrer Eigenschaften in 5 Hauptgruppen unterteilen:
1) Süß
Piment, Anis, Zimt, Zimtblüten, Muskatnuss, Vanille, Tonkabohne, Zwiebel
Borretsch, Kerbel, Sassafras, Liebstock, Petersilie, Pandanus

2) Dominant
Ajowan, Asant, Kümmel, Kardamom, Sellerie, Nelken, Cumin, Dillsaat, Bockshornkleesaat, Galgant, Ingwer, Wacholder, Süßholz, Macis, Schwarzkümmel, Rosa Pfeffer, Sternanis, Akaziensaat, Knoblauch
Lorbeer, Oregano, Rosmarin, Salbei, Bohnenkraut, Thymian, Koriander, Bockshornkleeblätter, Lavendel, Basilikum, Majoran, Minze, Estragon

3) Bitter und Sauer
Amchur, Kapern, Granatapfelkerne, Sumach, Tamarinde
Zitronenmyrthe, Zitronengras

4) Scharf
Chili, Meerrettich, Wasabi, Senf, Pfeffer

5) Die Verbinder
Koriandersaat, Fenchelsaat, Paprika, Mohn, Sesam, Kurkuma

Es ist nahezu unmöglich zu viel Paprika oder Koriandersaat in eine Gewürzmischung zu geben - im Gegenteil: wenn eine Zutat zu sehr heraussticht, weil Du zu viel davon in Deine Mischung gekippt hast, dann sind es die Verbinder, mit denen die Mischung gerettet wird. Eine grobe Richtlinie ist folgende:
60% Verbinder; 20% Süße; 15% Bittere / oder Dominante Kräuter; 3% Dominante; 2% Scharfe
So hast Du einen Anhalt für eine ausgewogene Basiskomposition, die Du nun individuell abschmecken kannst, indem Du die Dominaten und Scharfen dezent und Schritt für Schritt erhöhst.

Viel Spaß!



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